F E U E R W E H R    E T T E L B R Ü C K
 
 
Feuerwehr:
 
        
 
Der Grundstein für die Feuerwehr Ettelbrück wurde unter dem ersten Präsidenten (1883-1915) und Kommandanten (1883-1911) Gustave De Marie, der damals ebenfalls Bürgermeister von Ettelbrück war, gegen Ende des XIX. Jahrhunderts gelegt. Unter dessen Impuls fand das erste Luxemburger Verbands-Feuerwehrfest im Jahre 1892 statt, dem kein geringerer als der damalige Erbgroßherzog Wilhelm beiwohnte.Zwölf Ettelbrücker Bürger kamen am 4. Januar 1883 zur Gründungsversammlung in der alten Kirche zusammen. Jahre vorher sorgte die Betriebsfeuerwehr der Godchauxwerke für die Sicherheit der Gemeinde. (Die Godchauxwerke beherbergten eine Wollwäscherei, Spinnerei und Färberei). Es folgten im Laufe eines Jahrhunderts mehrere Umzüge. Das Spritzenhaus wurde zunächst von der alten Kirche in einen Schuppen des Lokalvereins (1906) verlegt. Drei Jahre später kam der Rettungsdienst an den Marktplatz. Erst im Jahre 1953 siedelten die Feuerwehrmänner in das heute noch erhaltene Spritzenhaus auf dem Liberationsplatz um. Es dauerte bis 1984 ehe die Feuerwehr mit ihrem technischen Material und Fahrzeugen des Zivilschutzes endlich (gerade rechtzeitig  zur 100-Jahrfeier) in das neue Feuerwehrgebäude in der „Avenue Lucien Salentiny“ einziehen konnte. 2006 stellte die Gemeinde der Wehr ein adäquates Übungsterrain im „Läerchen“ zur Verfügung. Die Trainingseinheiten unternimmt die Ettelbrücker Feuerwehr übrigens in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrleuten aus der Nachbarortschaft Schieren. Auch das ist eine bemerkenswerte Weichenstellung. 2008 feierte die Feuerwehr Ettelbrück ihr 125tes Wiegenfest. Im Jahr 2013 steht die Feuerwehr unter der Führung  ihres 9ten Kommandanten. Letzterer wurde von der Stadt Ettelbrück als hauptberuflicher Verantwortlicher für Sicherheit und Prävention in der Gemeinde  sowie als „Chef du Service d’Incendie et de Secours“ eingestellt.
 
Damenmannschaft:
Was die Aufnahme von Frauen in der Feuerwehr betrifft hatte die Ettelbrücker Wehr auch hier eine Vorreiterrolle. Von der Damensektion haben acht Anwärterinnen erfolgreich am ersten Grundlehrgang für Frauen (7.10.1973) an der nationalen Feuerwehrschule (ENSIS) in Niederfeulen teilgenommen.

Zivilschutz:
Ab 1961 wurde Ettelbrück zum Einsatzzentrum des Zivilschutzes bestimmt, erhielt aber erst 1963 seine erste Ambulanz der Marke Citroën. Dieser Krankenwagen ermöglichte den Transport von bis zu vier Verletzten im Liegen, und zur Ausrüstung gehörten ein Sauerstoffinhalationsgerät und ein Verbandkasten aus Holz. Jedoch legte dieser Wagen schon 1963 bei 32 Einsätzen 4.032 Kilometer zurück. Seinen ersten Standort hatte dieser Einsatzwagen im alten Molkereigebäude in der Bahnhofsstraße. Durch die Eröffnung der Clinique Saint Louis wurde eine neue Unterbringungsmöglichkeit für den Krankenwagen geschaffen. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine jahrelange Zusammenarbeit der Klinik mit der örtlichen Sekuristensektion. Nicht nur dass die Sekuristensektion bis zum November 2003 hier ihren Standort hatte, auch die Alarmierung wurde bis 1985 von der Telefonzentrale aus durchgeführt. Nicht zu vergessen die wichtige Rolle die die Ambulanz der Klinik Saint Louis bis zum Jahr 1975 in Ettelbrück und Umgebung spielte. Ein Jahr später wurden die Rettungshelfer  im Bereich der technischen Hilfeleistung, mit Hebewerkzeugen und  diversem Material, für den Katastrophenschutz ausgerüstet. Auch erhielt Ettelbrück einen Truck aus Armeebeständen, der als Rüstwagen mit Bergungsgerät ausgerüstet war. Zu diesem Ford F6 gehörten auch drei Materialanhänger.  Auch für die Rettungshelfer bedeutete dies eine Aufstockung des Materials und eine Erweiterung ihrer Aufgaben. So erhielten sie 1966 einen weiteren Ford F6 aus Armeebeständen in einer Ausführung als Schlauchwagen später wurde dieser durch einen Wasser-Schaumwerfer komplettiert. Die Feuerwehr sorgte für die Einsatzfähigkeit dieser Fahrzeuge in personeller und technischer Hinsicht, wodurch sich die auch heute noch gültige Aussage ergab, Feuerwehrmann ist gleich Rettungshelfer. 1971 wurde das Einsatzzentrum zur „Base de Support“, deren es fünf im Großherzogtum gibt, ausgebaut. Diese Aufwertung als Folge einer konsequenten und unermüdlichen Aufbauarbeit, brachte dem Korps Ansehen und Anerkennung, jedoch auch ein Mehrfaches an Arbeit und Bereitschaftsdienst. Dafür erhielt  die Feuerwehr für den jeweiligen Einsatzbereich, Sauvetage- und Ambulanzdienst, das nötige Material. 2003 stand dann der Umzug des Ambulanzdienstes, welcher bis dahin in der Klinik St. Louis untergebracht war, zum heutigen Einsatzzentrum auf „28 Avenue Salentiny“ an. Dies führte zu einer noch angenehmeren und effektiveren Zusammenarbeit im Dienste der Allgemeinheit, obwohl der Umzug der damaligen 71 Ambulanzhelfer eine große logistische Herausforderung war. Wegen akutem Raummangel wurde im Frühjahr 2007 eine Containerstruktur auf dem Dach des Einsatzzentrums in Betrieb genommen.