F E U E R W E H R P O L I T I K
 
 
Aufgrund zahlreicher verheerender Brände in Ettelbrück im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts insbesondere die Brandkatastrophen von 1778 und 1814 (163 Häuser fielen dem Brand zum Opfer), welche in einem dreiteiligen Kunstfenster im Stadthaus dargestellt sind, wurden verschiedene Maßnahmen getroffen die zur Vermeidung solcher Brände beitragen sollten.
 
Erste Brandschutzmaßnahmen und Anschaffungen von Feuerwehrmaterial wurden angeordnet. Am 8.8.1818 erging das Verbot des Stroh- und Schindeldaches sowie die Ernennung von Feuerwächtern. Im Jahr 1823 wurde dann das erste Reglement zur Brandverhütung durch den Gemeinderat verfasst. Es dauerte aber bis zum Jahr 1883 bevor die freiwillige Feuerwehr durch 12 Mitglieder gegründet wurde. 1906 wurde in Ettelbrück die Wasserleitung gebaut was die Einsatzabläufe und Löschmethoden erheblich vereinfachte.
 
5 Spritzenhäuser hatte die Feuerwehr im Laufe der Zeit und im Rahmen der 100-Jahr Feier 1984 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ihren heutigen Sitz auf der Nummer 28 in der Avenue Salentiny.
 
Heute zählt das Einsatzzenter Ettelbrück 156 freiwillige Mitglieder sowie, über die Verwaltung der Rettungsdienste, 5 festangestellte Mitarbeiter und kann auf einen rundum erneuerten, modernen Fuhrpark zurückgreifen. Zudem hat die Feuerwehr ein eigenes Übungsterrain entlang der Straße in Richtung Grenzingen erhalten wo die Feuerwehrleute sich auf den Ernstfall vorbereiten können.
Erwähnen sollte man hier aber auch, dass das Einsatzzentrum nicht nur die Feuerwehr begreift sondern ebenfalls, seit den Anfängen des Zivilschutzes im Jahr 1961, ein Zenter der „Protection Civile“ ist. Als „Base de Support“ seit 1971 steht dem gemeinsamen Einsatzzentrum auch hier ein vielseitiger Fuhrpark zur Verfügung.
 
Auch in Bezug auf die Sicherheitspolitik und Prävention der Gemeinde konnte im Dezember 2004 ein Halbtagsposten geschaffen werden, welcher vom damaligen Kommandanten der Feuerwehr besetzt wurde. Ende 2011 wurde dieser Posten dann als Ganztagsposten bestimmt, welcher die Leitung der Feuerwehr sowie der Abteilung der Sicherheit und Prävention der Gemeinde beinhaltet. Der Feuerwehrchef ist außerdem ein ständiges Mitglied der Bautenkommission.
 
Die Gemeinde hat ebenfalls ein Taxenreglement erlassen welches die verschiedenen Dienstleistungen durch die Feuerwehr der Stadt enthält, die nicht unter die direkten Hilfeleistungen fallen.